Zurück zu mir

Ich kenne diesen Punkt, an dem nach außen alles funktioniert und innerlich nichts mehr trägt.

Nicht laut, nicht dramatisch.
Sondern leise und dauerhaft.

Das Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt.
Auch wenn es niemand sieht.

Ich habe lange versucht, das zu verstehen, zu lösen oder zu verändern.

 

Und genau darin lag das Problem.

 

Mitten in diesem Prozess kam die Diagnose Krebs.

Sie war kein Anfang.

Aber ein Punkt, an dem nichts mehr zu übergehen war.

Ich konnte nicht mehr funktionieren wie zuvor. Nicht mehr ausweichen.

 

Und genau dort hat sich etwas verändert.

Nicht im Außen, sondern in der Art, wie ich mir selbst – dem Leben begegnet bin.

Ich habe aufgehört weiter nach Lösungen zu suchen. Und angefangen bei mir zu bleiben.

Auch mit dem, was ist.

In dieser Zeit wurde mir klar:
Frieden entsteht nicht dadurch, dass sich das Leben ordnet.
Sondern dadurch, dass wir uns selbst nicht mehr ausweichen.

 

 

Heute begleite ich Menschen, die genau an diesem Punkt stehen.

Nicht, um etwas zu verbessern.
Sondern um sich selbst wieder zu begegnen.